Britta, die Hessin

Name Britta Keck
Spitznamen "Fittili"
Rasse Italienischer Faltendackel, auch amtlich Mastino Napoletano genannt
Geburtstag ca. Ende 1990
+++ Todestag +++ 19.12.96
Werdegang Im Alter von ca. 6 Monaten im Bahnhofsgelände von Frankfurt (Main) ausgesetzt. Dann 1,5 Jahre im TH.
02.12.92 Umzug von Hessen nach Unterfranken
Qualifikationen Wesenstest, Augsburger-Hundeführerschein auf einem SV-Platz
Besondere Auszeichnungen Größter Pechvogel
Besondere Eigenschaften Spezielle "Kampftechniken", um den messerscharfen Zähnen eines Cairnterriers auszuweichen (Die Pfote auf den Rücken des Gegners patschen und "Ohrfeigen" mit dem Hintern verteilen)
Wohnort Unterfranken, Rest bleibt geheim
Mitbewohner Baldo, Katharina, Rita und Alfred
(ach so, auch eine Meerschweinchenbande und die Landschildkröten Waldi und Trixi)
Eltern unbekannt
Geschwister unbekannt
Britta's Geschichte

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Die Drei
Wildes Spiel mit ihrem Freund Harvey
Britta mit unserem alten Herrchen
Britta im Krankenstand
Britta's bevorzugte Schlafposition
Britta mit Kopfkissen

Britta war die Nachfolgerin Mona's. Mona war erst 4 Tage tot, als Britta bei Frauchen einzog. Das war zu früh. Frauchen hatte Mona's Tod noch nicht verarbeitet. Aber Britta wartete seit 1,5 Jahren im TH Frankfurt/Main. Sie war im Alter von ca. 6 Monaten als Findling im Gelände des Hauptbahnhof aufgegriffen worden. Sie war die lebende Angst. Sie hatte vor allem Angst.

Was Britta erlebt hat, weiß keiner. Sie war ein Pechvogel bis zu ihrem Tod. Kaum hatte sie sich eingelebt, brach sie sich nach 6 Monaten auf dem Hundeplatz in Bochum das Hinterbein, weil sie von einem Laufsteg fiel. Frauchen wird sich auch nie verzeihen, daß sie Britta auf dieses hohe Hundesportgerät ließ, ohne vorheriges Aufbautraining. Damit nicht genug, geriet Britta in die Hände eines Pfuschers. Dieser "Tierarzt" trieb ihr einen Nagel durch den gebrochenen Unterschenkel statt mit Platten und Schrauben zu fixieren. Zur Krönung legte er am nächsten Morgen den frisch operierten Hund bei 10 Grad Außentemperatur auf den naßen Rasen. Von dort wurde sie von Frauchen geholt. Britta bekam fast eine Lungenentzündung. Der Nagel durchstieß nach einigen Tagen die Haut am Knie und mußte in einer zweiten Operation gekürzt werden. Erst nach 12 Wochen konnte der Nagel entfernt werden. Die ganze Zeit humpelte Britta mit einem Verband. Der Nagel hatte zudem das Knie zerstört. So dauerte es insgesamt 1,5 Jahre, ehe sie wieder ordentlich laufen konnte. Es war ein harmloser Beinbruch, der bei richtiger Behandlung nach spätestens 3 Monaten auskuriert ist. Zu allem kam noch dazu, daß Brittas Herrchen (eigentlich gehörte Britta ihm und nicht Frauchen) auszog und sie zurück ließ. Das Jahr danach war nicht nur wegen Britta's Bein schwierig. Frauchen ging es seelisch schlecht. Britta und Baldo versuchten deshalb das Rudel zu leiten. Leider gab es dadurch nur noch mehr Probleme. Baldo "löste" das Problem nach einem Jahr auf seine eigene, sehr effektive Weise (vielleicht verrate ich Euch irgendwann mal näheres). Nun begann eine Zeit, in der Frauchen, Baldo und Britta wenigstens ein bißchen sorglos und halbwegs glücklich leben konnte. Doch nach einem halben Jahr erkrankte Britta an Epilepsie. Schlimme Anfälle, die auch durch Medikamente nicht besser wurden. Nach einem Jahr vergeblichen Kampfes bekam Britta nachts einen Anfall nach dem anderen, drohte zu ersticken. Frauchen ließ die Tierärztin kommen, die Britta erlöste, bevor sie qualvoll erstickte. Das war am 19.12.96, 5 Tage vor Heilig Abend.