Baldo von Mainfranken, mein "Vorgänger".

Name Baldo Keck, geborener "Baldo von Mainfranken"
Spitznamen Bärle, Bub, Ötzi (als er schon älter war)
Rasse Fila Brasileiro
Geburtstag 20.10.1985
+++ Todestag +++ 05.03.98
Werdegang Bis Sept. 88 bei einem "Herrn" in Boxberg im Zwinger, eventuell zusammen mit seiner Schwester.
  Von Sep.88 bis Nov. 89 offiziell im TH, ab Sommer 89 bereits nachts und in jeder freien Minute bei Frauchen
28.11.89 Vertrag mit dem TH, entgültiger "Adoptionszeitpunkt"
Qualifikationen Wesenstest, Augsburger-Hundeführerschein auf einem SV-Platz
Besondere Auszeichnungen Der wahre Gründer von "AG Molosser in Not"
Besondere Eigenschaften Erkannte sofort, wer Freund oder Feind war. Selbständiges Handeln, das Frauchen manchmal in Schwierigkeiten brachte. Sehr sensibler, einfühlsamer Kollege, der sein Frauchen nicht traurig sehen konnte und dann immer zum Trösten kam.
Wohnort Unterfranken, Rest bleibt geheim
Mitbewohner erst Budini (ein Mix), dann Mona, anschließend Britta und das letzte Jahr Wilma
(ach so, auch eine Meerschweinchenbande und die Landschildkröten Waldi und Trixi)
Eltern müßte Frauchen die Ahnentafel ausgraben, aber sie findet sie nicht mehr. Sein Opa war der berühmte "Ogun"
Geschwister unbekannt, einen Foto des nächsten Wurfs hat Frauchen noch Zuhause
Baldo's Geschichte

(Zum Vergrößern Bilder anklicken)

Baldo kurz nach seiner Ankunft im TH im Herbst 1988
Baldo hat Frauchen zum Fressen gern
Baldo, ein Hund mit Adel und Manieren
Baldo auf einer Tierschutzdemo
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Baldo war Frauchens erster Hund. Er starb am 05.03.98 in der Tierklinik ohne Beisein von Frauchen. Das hat sie sich bis heute nicht verziehen.

Baldo war ein Fila Brasileiro, ein Adliger mit richtigem Stammbaum. Nicht so ein "Noname" wie ich. Er stammte aus einer VDH-Zucht. Doch trotzdem wurde er die ersten drei Jahre schlecht behandelt, lebte mit seiner Schwester in einem Käfig und wurde geschlagen. Dann wurde er ins Tierheim abgeschoben. Das war im Herbst 1988. Selbst auf dem Weg dorthin wurde er noch mit der Leine verdroschen. Das sah Frauchen und damit begann alles. Baldo saß zitternd im Zwinger. Riesiger Kopf, dürres Klappergestell. Täglich sprach sie mit ihm. Er reagierte nicht. Keiner der Pfleger traute sich rein. Nach drei Wochen legte Frauchen ihm die Hand auf die Pfote und er - ja der Baldo legte seinen dicken Kopf darauf. Damit war der Bann gebrochen. Trotz Fernsehen, Zeitung und sonstiges war Baldo nach einem Jahr immer noch nicht vermittelt. Er hatte große Angst vor Männern und zwickte dann auch zu. Er haßte seine vierbeinigen Kollegen, da sie neben ihm kläfften. Frauchen zog wegen Baldo zu ihren Eltern und nahm ihn zu sich. Sein Verhalten verbesserte sich und im Laufe der Zeit wurden beide ein tolles Team. Mit Hunden verstand er sich bald gut, brauchte sogar einen Kumpel, um problemlos alleine bleiben zu können. So kam die erste Mastinohündin Mona (siehe Link). Baldo erlebte noch zwei andere Kameradinnen, Britta und die freche Wilma, die nun meine Kollegin ist. Baldo war ein richtiger Demohund. War immer dabei, wenn Frauchen gegen Tierquälereien protestierte. Die letzten Jahre hatte Baldo häufig mit Arthrosen zu kämpfen und Frauchen schonte ihn. Mit 12,5 Jahren (ein biblisches Alter) starb er (bzw. wurde eingeschläfert), keiner wußte an was. Er hatte im Abstand von mehreren Wochen Krämpfe, die auch keine Tierklinik (Frauchen war sogar in München) einordnen konnte.

Wir alle haben Baldo viel zu verdanken. Ohne ihn wäre Frauchen nie zum Molosserfan geworden. Ohne ihn wäre ich jetzt nicht hier. Um so stolzer bin ich, seine direkte Nachfolgerin zu sein. Er muß ein ganz zärtlicher sensibler Kollege gewesen sein, so wie Frauchen immer schwärmt.